Geschwindigkeit.

Die Stadt vibriert in meiner krampfhaften Umklammerung wie ein mächtiger Fluss, der bereits die leisesten Andeutungen von Gefühlen fortschwemmt und durch Menschen und Geschichten ersetzt. Ich schleuse Personen mit einer manischen Präzision durch mein Leben, als wäre es mein Beruf: hey, hier bin ich, das mache ich, guck doch Dir mein Zeug an, lass uns zusammen etwas trinken gehen, wir surfen zusammen durch die Nacht und finden heraus, was wir gemeinsam haben, dann verliere ich das Interesse an Dir, weil ich innerlich so leer bin oder Du falsch bist oder beides und schon hat mein Gehirn das Kapitel abgeschlossen, da draußen warten so viele Geschichten, Reflektion findet gar nicht erst statt. Ich bin auf der Suche nach etwas, das nicht zu finden ist und in der Lage, das zu bemerken, nicht aber fähig, aufzugeben. Wie anders ist es in der Natur. Wie erhaben, wie majestätisch das Leben, wenn man durch Landschaften geht, die noch nicht von Menschen erobert und diesem fremdartigen Lebensstil unterworfen wurden. Die Aufgabe ist es, jemanden zu finden, dem ich das erklären kann und der dann zu verstehen beginnt.