Steh endlich auf, mach dreißig Situps, schreib diesen Text. Poste den Text bei Tumblr, Links dazu kommen auf Twitter und Facebook. Wasch Wäsche, spül das Geschirr ab, bring den Müll runter und räum Dein Auto auf. Komm wieder nach oben und pack das ganze Leergut in Tüten, zieh Dir Kleidung an, mit der Du Dich irgendwo sehen lassen kannst, fahr einkaufen, kauf Mineralwasser, Salat und Äpfel (keine Nutella!), zieh zwischendurch an Deiner elektrischen Zigarette (vermeide richtige Zigaretten, wirf die Schachtel weg, die noch in Deinem Auto liegt), räum die Sachen, die Du eingekauft hast an die richtigen Stellen in Deiner Wohnung, mach dreißig Klimmzüge, bereite den Salat zu, lass den Schinken weg, an dem Du im Supermarkt nicht vorbeilaufen konntest, schreib einen Brief und ein paar E-Mails, tätige einen Anruf, aber erwarte auf Nichts davon eine Antwort. Vermeide es, panisch die Liste der Menschen durchzugehen, die Du kennst und fühl Dich nicht einsam. Spiel ein bisschen Gitarre, mach zwei Collagen, häng mehr Bilder in Deiner Wohnung auf. Benutz das Vogelfutter mit der Blumenerde und pflanz irgendwelches Unkraut auf Deinem Balkon an. Putz Dein Badezimmer. Surf ein bisschen durch das Internet und geh eine Stunde bei Wikipedia verloren. Lies den Quatsch nicht, der bei Facebook gepostet wird und linse nur kurz bei Twitter rein. Stell Dich bei Gelegenheit auf diese Waage und stell wie jeden Tag fest, dass Dein Dein Gewicht wohl für immer bei exakt 75 Kilogramm bleiben wird, egal, was Du tust. Google erneut nach “Atelier Hamburg”. Bearbeite zwei Photos vom letzten Wochenende und fang damit an, einen guten Roman zu lesen. Lies so lange den Roman, bis Du einschläfst. Lass Deinem Gehirn möglichst wenig Leerlauf und komm gar nicht erst auf Gedanken.