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<rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" version="2.0"><channel><atom:link rel="hub" href="http://tumblr.superfeedr.com/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"/><description>Die Irrlichterkette, Verkürzteres dort: @infinsternis</description><title>W ü s t e n . T e x t e</title><generator>Tumblr (3.0; @raventhird)</generator><link>http://raventhird.tumblr.com/</link><item><title>Schallplatten &amp; die Knöpfe an Deinem Kleid.</title><description>&lt;p&gt;Ich hatte schon lange keinen so sexuellen Moment mehr wie den, in dem Du mich fragtest, ob ich Dir helfen könnte, Dein blaues Kleid zuzuknöpfen, obwohl ich in den letzten Monaten mit drei verschiedenen Frauen geschlafen habe. Wir sind auf diesem Konzert, eine Band mit viel zu vielen Leuten für eine gewöhnliche Band spielt verträumte Folkmusik, die eine Menge beschissener Hipster angelockt hat, im Hintergrund der Bühne wird eine überdimensionale LP an die Wand projiziert&lt;span class="st"&gt;&lt;/span&gt; und Du bemerkst plötzlich, dass Du nur den obersten Knopf Deines Kleides zugemacht hast, der Rest steht offen und entblößt die obere Hälfte Deines Rückens. Zuerst versuchst Du, das Problem selbst zu lösen, dann fragst Du mich, ob ich Dir helfen kann. Ich schließe nach und nach jeden dieser fünf Knöpfe, meine Fingerspitzen berühren dabei mehrfach Deinen Rücken und mir wird in diesem Moment schlagartig wieder bewusst, wie wenig Erotik in ihrem Kern eigentlich mit Geschlechtsorganen zu tun hat. Es geht um Vertrauen, um Vertrautheit und kleine Details, um die Dinge, die eben nicht passieren, nicht ums Ficken. Ich knöpfe Dein Kleid zu, während wunderschöne Musik läuft und dieser Moment erregt mich in meinem Kopf, nicht körperlich, so viel mehr als jeglicher dreckiger Sex mit Großstadtmenschen, die verlernt haben, was es eigentlich bedeutet, einen Menschen zu begehren.&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/23380227692</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/23380227692</guid><pubDate>Sun, 20 May 2012 01:58:00 +0200</pubDate></item><item><title>Herbstskizze (2004)</title><description>&lt;p&gt;&lt;p align="justify" class="Stil6 Stil10 Stil11 Stil1 Stil18"&gt;&amp;#8220;Was gibt&amp;#8217;s?&amp;#8221;, frage ich.&lt;/p&gt;
&lt;p align="justify" class="Stil17"&gt;&amp;#8220;Ach, eigentlich nichts. Bist du zu Hause?&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p align="justify" class="Stil17"&gt;Ich überlege, ob ich lügen soll. &amp;#8220;Ja&amp;#8221;, antworte ich wahrheitsgemäß. Eventuell hätte sie es sonst auf meinem richtigen Telefon probiert und ich hätte den ganzen Tag nicht rangehen können, ohne mich zu verraten. Nicht, dass ich normalerweise ans Telefon gehen würde. Ich habe, wenn es um meine private Einsiedelei geht, keine Probleme damit, zu lügen. Bei einer Lüge ertappt zu werden ist dann schon wieder etwas anderes.&lt;/p&gt;
&lt;p align="justify" class="Stil17"&gt;&amp;#8220;Könntest du mich vielleicht um halb vier am Bahnhof abholen, wenn ich ganz unverschämt fragen darf?&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p align="justify" class="Stil17"&gt;Die direkte Tour. Guter Trick. Es hilft bei solchen Fragen, wenn man die zugehörige Selbsteinschätzung gleich mitliefert. Zumindest bei mir.&lt;/p&gt;
&lt;p align="justify" class="Stil17"&gt;Was soll ich darauf antworten? Mir schnell eine Ausrede einfallen lassen? Zu anstrengend, ich bin grade aufgewacht, habe die halbe Nacht gesoffen und an einem Stück Scheiße geschrieben, das niemals ein Roman werden wird. Ein Fragment, sozusagen. Irgendwie schreibe ich nur Fragmente.&lt;/p&gt;
&lt;p align="justify" class="Stil17"&gt;&amp;#8220;Klar. Ich bin da&amp;#8221;, antworte ich in einem Ton, der darauf hinweisen soll, dass es mich stört, wenn man mir die Bedingungen diktiert, nach denen ich meine nie vorhandene Zeit zu verbringen habe.&lt;/p&gt;
&lt;p align="justify" class="Stil17"&gt;Auf Bahnhöfen auf jemanden zu warten ist eigentlich ein richtig tolles Konzept dieser merkwürdigen Realität. Noch dazu, wenn es Herbst ist. Vielleicht fällt mir deswegen keine Lüge ein. In meiner Phantasie haben die Züge nur wegen der Leute Verspätung, die gerne im Herbst auf Bahnhöfen warten. Vielleicht sind das in Wirklichkeit mehr als man glaubt.&lt;/p&gt;
&lt;p align="justify" class="Stil17"&gt;&amp;#8220;Super, danke&amp;#8221;, sagt sie.&lt;/p&gt;
&lt;p align="justify" class="Stil17"&gt;&amp;#8220;Kein Problem&amp;#8221;, sage ich.&lt;/p&gt;
&lt;p align="justify" class="Stil17"&gt;Es ist fast halb drei. Ich fahre besser gleich los. Vielleicht weiß der Zugführer gar nichts von diesen Leuten. Vielleicht ist er neu im Geschäft.&lt;/p&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/22142834945</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/22142834945</guid><pubDate>Mon, 30 Apr 2012 23:03:00 +0200</pubDate></item><item><title>Like A Social Animal.</title><description>&lt;p&gt;Ich kenne fast ausschließlich Menschen, die sich lediglich aufgrund dessen, was ich tue mit mir beschäftigen. Und auch der kümmerliche Rest meldet sich nur, weil er sich Vorteile irgendwelcher Art davon erhofft, seien es Kontakte in den merkwürdigen Kreis meiner scheinbar interessanten sonstigen Bekannten, Hilfestellungen für dieses ominöse Internet oder die Photographie, jemanden, der sich als Seelenmülleimer missbrauchen lässt oder in seltenen Fällen auch schlicht Sex. Niemals beinhalten meine sozialen Beziehungen die Wertschätzung von mir als Person, und wenn, dann nutzt sich das meist schnell wieder ab und ich werde auf dem einfachsten Wege entsorgt, denn ich bin leider kein simpel strukturiertes Exemplar der Gattung Mensch, das sich naht- und mühelos in eine bestehende Sammlung von Kontakten integrieren lässt und dort glücklich und zufrieden vor sich hinvegetiert, bis es ab und an mal für eine Tasse Kaffee mit oberflächlicher Plauderei oder den obligatorischen Saufabend mit Party hervorgezerrt wird.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Es ist nahezu unmöglich, das Gefühl, das diese Erkenntnis in einem auslöst, einem normalen Menschen zu vermitteln, der einen guten Draht zu seiner Familie hat, die in erreichbarer Nähe wohnt, eine glückliche Beziehung, zusätzlich einen stabilen Freundeskreis, viele immer gleichbleibende Cliquen von Bekannten oder Leute, die Hobbies mit ihm teilen, Küsschen hier, Küsschen da, wir sehn ums, Umarmung, &amp;#8220;Wie läufts denn bei Dir so? Haste schon gehört?&amp;#8221; am Telefonapparat. Es fühlt sich an, als wäre man eher eine Art abstrakter Fremdkörper als ein Mensch, ein Fremdkörper, der über verschlungene Umwege mitten in dieser Gesellschaft gestrandet ist und von Zeit zu Zeit wirft man sich daher bereitwillig jedem vor die Füße, der einem fünf Minuten Aufmerksamkeit widmet, immer in der Hoffnung, dass sich dieses Mal etwas ändern könnte, dass es sich endlich um einen Menschen handeln könnte, der noch Mensch ist und keiner von den egomanischen und apathischen Zombies, die unter einem guten Gespräch verstehen, dass sie ohne Unterbrechung erzählen dürfen, was ihnen in der letzten Woche so passiert ist, für ihre Ansichten vor allem Zustimmung ernten wollen, nach permanenter Selbstoptimierung streben und Freundschaften nur aus dem Grunde pflegen, dass sie selbst maximalen hedonistischen Profit daraus schlagen können. Natürlich tut es das nie. Zu anderen Zeiten schwört man Stein und Bein, sich nie wieder auf Menschen einzulassen und blockt jegliche Versuche von Vertretern dieser Spezies, Kontakt mit einem aufzunehmen vehement ab, immer in der Hoffnung, dass sich dieses Mal endlich in einem selbst etwas ändern wird, dass man irgendwann vergisst, warum man jemals überhaupt Kontakt zu diesen Wesen suchte. Aber natürlich tut es auch das nie und so bleibt man gefangen in einem ewigen Kreislauf aus verzweifelter Kontaktaufnahme, konsequentem Kontaktabbruch und schlichter Kapitulation, der niemals zu irgendetwas führt.&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/21591070160</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/21591070160</guid><pubDate>Sun, 22 Apr 2012 21:21:00 +0200</pubDate></item><item><title>Winterschluss</title><description>&lt;p&gt;Gäbe es das Internet nicht, dann wäre ich vermutlich ein richtiger Schriftsteller geworden. Ich wüsste nichts von dem Kick, der durch das ausgelöst wird, was selbsternannte Experten &amp;#8220;Instant Feedback&amp;#8221; nennen, ich würde meine Texte nicht sofort irgendwo veröffentlichen, sobald ich sie hastig in die Tastatur von Geräten ohne echte Tastatur gehackt habe, ohne sie Korrektur zu lesen, das Adrenalin schon vorab spürend, das in dem Moment ausgeschüttet wird, in dem ich wieder einmal mit Verblüffung (diese Verblüffung verschwindet nie, das ist der Trick) wahrnehme, dass mir eine handvoll Menschen in genau dem Moment zulesen, in dem ich poste. Die Menschen mit denen ich bei meiner täglichen Arbeit konkurrieren würde wären diese Toten, die auf viele Seiten toter Bäume ihre Texte ausbreiten, und denen ich so gerne zulese, nicht ein paar massenkompatible Clowns mit billigen Wortspielen und irgendwoher kopierten Witzen im Hemdsärmel, die mit Hilfe der ihnen durch ihre Inhalte zuteil werdenden Aufmerksamkeit ihren Büroalltag erträglicher gestalten. Mein Anspruch wäre es nicht, Tag für Tag mehrmals einzelne Sätze zu publizieren, die irgendjemanden erreichen, sondern über Monate und Jahre an einem einzelnen, sehr langen und kohärenten Text zu feilen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich fühle mich wie eine der Huren in Amsterdam, die Nacht für Nacht in diesen offenen Schaufenstern stehen, sich für zufällig vorbeiflanierende Beobachter möglichst attraktiv präsentieren und am Ende ihre Seele an möglichst viele fremde Menschen verkaufen zu suchen. Sie bekommen wenigstens Geld dafür, ich maximal ein paar Likes, Favs und anonyme Klicks, aber auch das nur dann, wenn ich den richtigen Ton treffe.&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/21291928497</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/21291928497</guid><pubDate>Wed, 18 Apr 2012 01:25:49 +0200</pubDate></item><item><title>Krieg und Frieden.</title><description>&lt;p&gt;Unsere nackten Füße spielen miteinander als hätten sie Sex. Sonst berühren sich unsere einander zugewandten Körper nicht, jeder von uns hat sein eigenes Kissen, seine eigene Decke. Ich kann Dein Gesicht im Dunkeln erahnen, es ist ganz nah, aber nicht nah genug, dass ich Deinen Atem in meinem Gesicht spüren könnte. Du schläftst fast, ich bin hellwach.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Inzwischen ist zwischen uns mehr Unausgesprochenes als Ausgesprochenes, denke ich und fahre mit dem großen Zeh meines linken Fußes vorsichtig über die Unterseite Deines rechten Fußes, den ich mit meinem rechten Fuß nach unten drücke, so dass er gleichzeitig von oben gewärmt und von unten gestreichelt wird. Er ist kurz irritiert von der simulatenen Berührung von beiden Seiten und denkt darüber nach, sich zurückzuziehen, um eine eher von ihm kontrollierte Bewegung auszuführen, lenkt aber dann doch ein und lässt geschehen, was geschieht. Unser Füße kämpfen immer ein bisschen darum, wer führt, als wären sie zwei dominante Tanzpartner.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Als vorhin das Telefon läutete, ignorierte ich den Anruf. Ich kann sie haben, aber sie bedeutet mir nichts. Seitdem Du gegangen bist, bedeuten mir immer nur die Frauen etwas, die ich nicht kriegen kann, vielleicht hat mein Kopf eine Art Selbstschutzmechanismus gebaut, der verhindert, dass ich nach Dir jemals wieder eine Beziehung führen kann. Inzwischen ist wohl niemand weiter von mir weg als Du, auch wenn Du direkt neben mir liegst und es sich beim viel späteren Einschlafen so anfühlt, als ob Du mich nie allein gelassen hättest.&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/21230762594</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/21230762594</guid><pubDate>Tue, 17 Apr 2012 00:41:44 +0200</pubDate></item><item><title>‘Schweben (Ein Schnappschuss)’ (2012) / Canon EOS 60D</title><description>&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_m26conoCr71qg30q4o1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;‘Schweben (Ein Schnappschuss)’ (2012) / Canon EOS 60D&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/20727191091</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/20727191091</guid><pubDate>Sun, 08 Apr 2012 20:57:58 +0200</pubDate></item><item><title>Grandpa Raventhird erinnert sich (I)</title><description>&lt;p&gt;&amp;#8220;Als Marilyn Manson noch eine Band waren und ihre Musik das Gegenteil von stumpfem Rammstein-Müll.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Als alle noch dachten, Hermann Hesse wäre gute Literatur, selbst die Germanisten.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Als es noch leicht war, depressive Goth-Mädchen bei MySpace aufzugabeln und keine von denen ne Emofrise hatte.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Als wir im Sommer in der Hütte in Wald saßen, bekifft Guns N&amp;#8217; Roses hörten und noch Träume hatten.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Als wir Monkey Island zehnmal hintereinander durchspielten, weil wir nur dieses eine PC-Spiel hatten.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Als wir träumten, in welche coolen Städte wir ziehen und ich dann plötzlich der Einzige war, der ging.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Als Legenden und Abenteuer noch am Samstag Abend in der kleinen Dorfdisco geboren wurden.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Als ich mit dem Zug zwei Stunden zu Dir fuhr, nur um Deine CD-Sammlung zu hören. Jeden dritten Tag.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Als wir Wochen auf Antwort der Brieffreundin warteten, weil sie der klügste erreichbare Mensch war.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;div class="stream-item-footer"&gt;
&lt;div class="context"&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/19849615124</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/19849615124</guid><pubDate>Sat, 24 Mar 2012 20:52:00 +0100</pubDate></item><item><title>Vertrauen.</title><description>&lt;p&gt;&amp;#8220;Mit wem triffst Du Dich?&amp;#8221; - &amp;#8220;Mit niemand.&amp;#8221; - &amp;#8220;Niemand lässt seine Wäsche in Deinem Wohnzimmer liegen.&amp;#8221; - &amp;#8220;Oh. Dann hat es wohl keinen Sinn mehr, abzustreiten, dass ich niemand getroffen habe, oder?&amp;#8221; - &amp;#8220;Wohl eher nicht. Was jetzt?&amp;#8221; - &amp;#8220;Wir machen einen Deal.&amp;#8221; - &amp;#8220;Welchen Deal denn?&amp;#8221; - &amp;#8220;Ich treffe niemand nicht mehr, wenn Du jemand anderen nicht mehr triffst.&amp;#8221; - &amp;#8220;Das ist vielleicht gar keine so schlechte Idee. Aber was, wenn Du dann statt niemand jemand anderen triffst?&amp;#8221; - &amp;#8220;Nein, das gilt auch umgekehrt. Du darfst niemand genau so wenig treffen, wie ich jemand anderen. Und ich darf niemand nicht mehr treffen und Du auch nicht mehr jemand anderen.&amp;#8221; - &amp;#8220;Einverstanden. Aber wie können wir sicher sein, dass der andere sich daran hält.&amp;#8221; - &amp;#8220;Wir vertrauen uns einfach, das ist immer der beste Plan in der Hinsicht. Wer das Vertrauen des anderen bricht, der ist dann sowieso ein riesiges Arschloch, das es nicht wert ist, weiter getroffen zu werden, das ist allgemein bekannt.&amp;#8221; - &amp;#8220;Guter Plan.&amp;#8221; - &amp;#8220;Finde ich auch. - &amp;#8220;Was machst Du da?&amp;#8221; - &amp;#8220;Ich schreibe es auf.&amp;#8221; - &amp;#8220;Lass das sein. Das Ganzes ist zu billig, um eine Textpassage zu tragen.&amp;#8221; - &amp;#8220;Nicht, wenn ich den Schluss auch mit aufschreibe. Dann sieht man, dass ich mir dessen bewusst bin und es trotzdem tue.&amp;#8221;&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/19069596064</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/19069596064</guid><pubDate>Sat, 10 Mar 2012 19:54:18 +0100</pubDate></item><item><title>Ende von Etwas. </title><description>&lt;p&gt;&amp;#8220;Ich liebe es, wie sich die Muskeln in Deinem Arm an- und wieder entspannen, wenn Du Dich selbst befriedigst.&amp;#8221;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&amp;#8220;Warum bist Du hier?&amp;#8221;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&amp;#8220;Wie, warum? Ich dachte, Du schläfst gerne mit mir.&amp;#8221;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&amp;#8220;Sex kann ich mir auch kaufen.&amp;#8221;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&amp;#8221;&lt;em&gt;Könntest&lt;/em&gt; Du Dir auch kaufen. Wenn Du Geld hättest.&amp;#8221;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&amp;#8221;&lt;em&gt;Könnte&lt;/em&gt; ich mir auch kaufen. Was hast Du sonst noch?&amp;#8221;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&amp;#8220;&amp;#8230;&amp;#8221;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&amp;#8220;Bitte geh jetzt endlich.&amp;#8221;&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/17450958284</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/17450958284</guid><pubDate>Sat, 11 Feb 2012 23:45:00 +0100</pubDate></item><item><title>Ablass.</title><description>&lt;p&gt;&amp;#8220;Warum gehst Du weg, während Du mit mir redest?&amp;#8221;, fragt er. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&amp;#8220;Weil Du mich verunsicherst&amp;#8221;, denke ich. &amp;#8220;Weil ich mir vorstellen kann, mir sogar fast sicher bin, dass Du einer von den Guten bist. Das erkenne ich an der ganzen Art, mit der Du auftrittst. Weil Du wahrscheinlich für Tierschutz, Kinder in Not oder die Umwelt kämpfst und Du ausgerechnet mich angesprochen hast und ich jetzt in einem Zwiespalt bin, der mich noch einige Zeit beschäftigen wird. Weil ich mir ziemlich gut vorstellen kann, wie frustrierend es sein muss, hier draußen in dieser Kälte zu stehen, in Hamburg, wo es in den Menschen noch kälter ist, und mit diesen Formularen in der Hand wildfremde Leute anzusprechen, die aus der U-Bahn kommen. Vermutlich bekommst Du keinen Cent für diesen ätzenden Job. Weil ich es auch zweieinhalb Jahre nach Ende meines Studiums noch immer nicht auf die Reihe bekomme, genug Geld zu verdienen, um einfach sagen zu können: &amp;#8216;Scheiß drauf, ich geb euch die zwanzig Euro im Monat, die ihr braucht für euer Ding, egal, was es ist&amp;#8217; und damit eines von den Arschlöchern sein muss, die weitergehen, obwohl Du mich angesprochen hast und dachtest, dass ich auch einer von den Guten bin. Deswegen gehe ich weg und rede gleichzeitig mit Dir, rechtfertige mich im Rückwärtsgang und schaffe es doch nicht, die Zweifel in mir selbst über die Frage auszulöschen, ob diese Rechtfertigungen nicht einfach nur billige Ausreden sind. Die paradoxe Handlung, auf die Du mich mit Deiner Frage mehr als deutlich hinweist, ist vermutlich der perfekte unbewusste Ausdruck all dessen.&amp;#8221;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&amp;#8220;Ich weiß es nicht&amp;#8221;, rufe ich. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Er dreht sich um, spricht den nächsten Menschen an und gibt mich auf, entlässt mich. Ich fühle mich den restlichen Tag wie der letzte Dreck.&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/17378236819</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/17378236819</guid><pubDate>Sat, 11 Feb 2012 00:48:29 +0100</pubDate></item><item><title>Roboter.</title><description>&lt;p&gt;Ich funktioniere wie eine Maschine. Ich erwache am jeden Morgen um exakt acht Uhr dreiundzwanzig (ich mag es, den Wecker in meinem Smartphone mit ungewöhnlichen Zeiten zu füttern), zünde mir eine Zigarette an, erledige das, was man üblicherweise nach dem Aufstehen erledigt, fahre in das Büro, in dem meine Firma untergebracht ist und beginne dann, zu arbeiten. Ich arbeite dort bis etwa 18 Uhr, dann fahre ich nach Hause und arbeite an meinen eher künstlerischen Projekten weiter. Ich bilde mich fort, lese viel über Photographie, User Experience Design, surreale/dadistische Kunst und Typographie, kämpfe mich dabei immer weiter vor in Spezialteilbereiche dieser Tätigkeiten und vergesse in der Zwischenzeit wochenlang, zu leben. Der letzte Anruf auf meinem Festnetztelefon erfolgte vor 14 Tagen, die Nummer ist mir fremd. Es macht mir auf der Oberfläche nichts aus, ein solches Leben zu führen. Solange die To Do-Liste vor mir liegt und sie mit immer neuen Aufgaben gefüllt ist, solange die Maschine läuft, sind mein Ego und meine Emotionen nur den Arbeitsfluss störende Anhängsel im System, die von mir bewusst in den Hintergrund gedrängt werden, die Individualität ist dann in meinem Kopf ganz wissenschaftlich betrachtet nur diese merkwürdige Erfindung des 18. Jahrhunderts, die alle Menschen in selbstsüchtige Idioten verwandelt hat, die glauben, sich von der Masse abheben zu wollen, aber doch alle nach denselben Schlüsselreizen streben (Ficken, Geld, Ruhm). Ich versorge meinen Körper mit fleischloser und gesunder Nahrung und ich achte darauf, immer zehn Klimmzüge an der im Türrahmen angebrachten Stange zu machen, wenn ich über die Schwelle meines Arbeitszimmer trete, um mich körperlich in Form zu halten. Nur in den Momenten, in denen die Maschine zum Stillstand kommt, wenn sich die Zahnräder nicht drehen, etwa dann, wenn ich zwischen zwei Tätigkeiten einen Spaziergang mache, beginnt das System zu zerfallen, dann kriecht in meinem Geist die grauenhafte Erkenntnis hervor, dass ich, ohne diese Absicht gehabt zu haben (im Gegenteil) in diesem Leben bislang jeden Menschen wieder verloren habe, der für mich von Bedeutung war und dass aus diesem Grunde irgendwann die Resignation über diese für mich nicht aufhaltbaren Vorgänge gegen den Drang, neue Menschen kennenzulernen, gewonnen hat. Aber es wird schwächer. Je länger ich so lebe, desto mehr erscheint mir das, was in diesen stillen Momenten aufblitzt, nur noch wie ein undeutliches Echo aus einer meiner vielen früheren Existenzen, von denen viele damit zu tun hatten, den ganzen Tag hirnlos mit Leuten &amp;#8220;abzuhängen&amp;#8221;, die sich nur für den Exzess interessierten oder Zeit mit Frauen zu verbringen, die in möglichst enger Umklammerung von mir als Partner versuchten, die Leere in ihrem eigenen Leben zu füllen. Das System füttert sich am Ende selbst: Je mehr ich arbeite und je mehr ich mich dabei mit Dingen beschäftige, über die ich mich mit niemandem mehr unterhalten kann, desto weniger habe ich den Menschen aus meinem Alltag noch zu sagen, desto uninteressanter erscheine ich meinen Gesprächspartnern (und sie mir), desto unattraktiver wirke ich aufgrund mangelnder sozialer Aktivitäten auf neu in mein Leben tretende Personen und desto mehr Zeit bleibt mir wiederum dafür, den Dingen nachzugehen, für die ich mich entschieden habe und mich noch mehr zu spezialisieren. Es bedeutet auch Freiheit. Wenn irgendwann das Band ganz zerschnitten ist und ich den von mir angestrebten Grad an Professionalisierung auf den Gebieten erreicht habe, in denen ich mich übe (und meine Ansprüche sind hoch), dann bin ich frei, jeden Ort der Welt, an dem ich leben möchte, als meine Basis zu wählen. Ich habe diesen Mechanismus niemals absichtlich gestartet, er entwickelte sich einfach so und ich kenne inklusive mir selbst außer Dir derzeit niemanden, der in der Lage wäre, ihn aufzuhalten.&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/17278578450</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/17278578450</guid><pubDate>Thu, 09 Feb 2012 00:58:48 +0100</pubDate></item><item><title>‘Forgive’ (2012) / Canon EOS 60D</title><description>&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_lz1gc0Y4pX1qg30q4o1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;‘Forgive’ (2012) / Canon EOS 60D&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/17220034256</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/17220034256</guid><pubDate>Tue, 07 Feb 2012 20:48:00 +0100</pubDate></item><item><title>Traumsequenzen (X)</title><description>&lt;p&gt;Neuartige Turngeräte aus lebenden Giraffen. Ich nehme zwei davon mit und benutze sie in der U-Bahnstation, vor mir ein Hut, um Geld für die Weiterentwicklung des Konzepts zu sammeln, ich arbeite für eine Firma, die derartige Dinge entwickelt. Niemand schenkt dem Treiben irgendeine Beachtung, der Trick hat sich schon abgenutzt. Die Tiere müssen sich bücken, damit hier reinpassen und die Rolltreppe ist jedesmal das größte Hindernis.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Später: Ich werde damit beauftragt, ein neues Grab für Salvador Dalí zu entwerfen. Meine Idee ist eine von Pflanzen überwucherte, schwere Holztür in einem ebensolchen Rahmen, die einfach so in der Gegend steht. Die Tür hat ein Klingelschild mit goldenen Knöpfen, statt Namen stehen dort die Tätigkeitsfelder des Toten. Über dem Klingelschild ist eine Gegensprechanlage angebracht.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Eine alte Bekannte nimmt meine Hand und legt sie zwischen ihre Beine. &amp;#8220;Mach Dich mal nützlich, statt immer nur dieses merkwürdige Zeug&amp;#8221;, sagt sie.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich irre durch die Stadt und versuche, zur richtigen U-Bahnstation zu gelangen. Es gelingt mir nicht, ich kann die Karten plötzlich wieder genauso schlecht lesen wie in meinen ersten Wochen in der Großstadt, in der ich Menschenangst als Grund dafür vorgeschoben habe, dass ich niemals mit der Bahn fahre. Ich weiß nicht warum, aber ich habe Blut an der Unterlippe und dann fallen plötzlich alle meine Zähne in meinen Mund. Ich spucke sie in meine Handfläche und starre den blutigen Haufen an. &amp;#8220;Ha, da kann sich die Krankenkasse aber nicht wieder rausreden, dieses Mal müssen sie zahlen&amp;#8221;, denke ich und lächle zahnlos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(&lt;a href="http://raventhird.de/blog/?tag=traume" target="_blank"&gt;Mehr.&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/16226287466</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/16226287466</guid><pubDate>Sat, 21 Jan 2012 15:39:00 +0100</pubDate></item><item><title>Auf dem Dachboden mit den Sternen.</title><description>&lt;p&gt;&amp;#8220;Zum letzten Mal bist Du alles, was ich will und alles, nach dem ich freiwillig fragen würde. Ich schließe diese Gedanken heute Nacht in einen Schrank, in dem sie nur derjenige finden wird, der dazu in der Lage ist, ihnen gezielt auf die Spur zu kommen. Ich studiere weiterhin ungeborene Kinder und ihre Namen auf Magister. Nichts davon überrascht mich, aber das hält mich nicht davon ab, dem Schmerz weiterhin meine Seele in Schlagrichtung vor die Nase zu halten, als hätte ich nie gelernt, wie man den Schutzschild herunterfährt. Ich schreibe, also muss ich frontal gegen Wände fahren. Es ist die wichtigste Droge meines Lebens, die einzige, gegen die ich nicht resistent geworden bin.&amp;#8221;&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/16190680880</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/16190680880</guid><pubDate>Fri, 20 Jan 2012 23:36:00 +0100</pubDate></item><item><title>Geschwindigkeit.</title><description>&lt;p&gt;Die Stadt vibriert in meiner krampfhaften Umklammerung wie ein mächtiger Fluss, der bereits die leisesten Andeutungen von Gefühlen fortschwemmt und durch Menschen und Geschichten ersetzt. Ich schleuse Personen mit einer manischen Präzision durch mein Leben, als wäre es mein Beruf: hey, hier bin ich, das mache ich, guck doch Dir mein Zeug an, lass uns zusammen etwas trinken gehen, wir surfen zusammen durch die Nacht und finden heraus, was wir gemeinsam haben, dann verliere ich das Interesse an Dir, weil ich innerlich so leer bin oder Du falsch bist oder beides und schon hat mein Gehirn das Kapitel abgeschlossen, da draußen warten so viele Geschichten, Reflektion findet gar nicht erst statt. Ich bin auf der Suche nach etwas, das nicht zu finden ist und in der Lage, das zu bemerken, nicht aber fähig, aufzugeben. Wie anders ist es in der Natur. Wie erhaben, wie majestätisch das Leben, wenn man durch Landschaften geht, die noch nicht von Menschen erobert und diesem fremdartigen Lebensstil unterworfen wurden. Die Aufgabe ist es, jemanden zu finden, dem ich das erklären kann und der dann zu verstehen beginnt.&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/16180243768</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/16180243768</guid><pubDate>Fri, 20 Jan 2012 20:01:00 +0100</pubDate></item><item><title>‘Andeutung bei Nebel, Schnee und Nieselregen’ (2012)...</title><description>&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_lxukquuhd71qg30q4o1_500.png"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;‘Andeutung bei Nebel, Schnee und Nieselregen’ (2012) / Canon EOS 60D&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/15888185703</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/15888185703</guid><pubDate>Sun, 15 Jan 2012 17:06:30 +0100</pubDate></item><item><title>2012.</title><description>&lt;p&gt;1. Ich werde nicht mehr so leichtfertig mit dem Privileg der puren Existenz umgehen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;2. Ich werde hart an mir arbeiten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;3. Ich werde so asketisch leben, wie es mir möglich ist.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;4. Ich werde den Rausch und den Exzess zulassen, aber nicht mehr um ihrer selbst willen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;5. Ich werde nicht an mir oder an der Richtigkeit meiner Schritte zweifeln.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;6. Ich werde Dinge erschaffen, sie genau betrachten und daraus lernen, wie ich sie beim nächsten Versuch besser erschaffen kann.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;7. Ich werde zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar sein für die Menschen, die mir am Herzen liegen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;8. Ich werde einen offenen Geist bewahren und neue Dinge erfahren, aber niemals mit dem Gedanken, den Sinn zu suchen, denn ich habe das große Glück, ihn schon gefunden zu haben.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;9. Ich werde bei jeder sich bietenden Gelegenheit neue Menschen kennenlernen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;10. Ich werde mich belohnen, wenn ich etwas erreicht habe und mich nicht nur permanent zu weiteren Leistungen peitschen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;11. Ich werde mich auf meinen Arsch setzen und so viel lernen, wie ich in meiner gesamten Zeit an der Universität nicht getan habe.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;12. Ich werde oft reisen, wenn es meine finanzielle Lage zulässt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;13. Ich werde jeden Tag schreiben.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;14. Ich werde versuchen, meine Tätigkeiten im Bereich Photographie weit über das hinaus zu treiben, was sie momentan sind.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;15. Ich werde mir vergeben, wenn ich ein mir wichtiges Ziel in der durch mich selbst vorgegebenen Zeit nicht erreicht habe, aber es dennoch niemals aus den Augen verlieren.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;16. Ich werde versuchen, den Kontakt zu Menschen aus meiner Vergangenheit, von denen ich schon lange nichts mehr gehört habe, wieder aufzunehmen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;17. Ich werde keinen Hass und keinen Neid mehr zulassen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;18. Ich werde lernen, Anderen zu vergeben und dennoch viel von denen erwarten, mit denen ich arbeite.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;19. Ich werde keinen Menschen aus dem Internet mehr zulesen, deren Aussagen nur Wut in mir hervorrufen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;20. Ich werde viel mehr Bücher lesen, die vor Bildschirmen verbrachte Zeit reduzieren und mehr mit der Hand schreiben.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;21. Ich werde das phasenweise Nichtstun lernen und daraus Energie schöpfen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;22. Ich werde meinen Zynismus minimieren und bei Themen, die mir am Herzen liegen, viel öfter versuchen, zu erklären, statt zu spotten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;23. Ich werde das Leben mehr spüren.&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/15886699899</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/15886699899</guid><pubDate>Sun, 15 Jan 2012 16:28:00 +0100</pubDate></item><item><title>Gestern.</title><description>&lt;p&gt;Ich habe lange darüber nachgedacht, warum Dir unsere Erinnerungen so wenig zu bedeuten scheinen, bis ich auf die Option kam, dass es aus Deiner Sicht vielleicht gar nicht &lt;em&gt;unsere&lt;/em&gt; Erinnerungen sind. Wenn Du mich immer nur physisch, niemals mental in Dein Leben gelassen hast, dann sind unsere Erinnerungen für Dich nur Deine eigenen Erinnerungen an Ereignisse, die Du in Begleitung von austauschbarer Person X erlebt hast. Ich hoffe, dass ich mich irre.&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/15839250331</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/15839250331</guid><pubDate>Sat, 14 Jan 2012 20:18:42 +0100</pubDate></item><item><title>Kaskade 5-6</title><description>&lt;p&gt;Er jagt die bösen Jungs und ist stolz darauf, sagt er. In der SMS ist die Rede von einem gedruckten Stadtplan als Vorraussetzung für einen Besuch bei mir. Der Geruch von eueren Tieren, als ich in dem alten Schuppen stehe. An der Oberfläche ist hier noch alles so, wie es war, als Du sechzehn warst und eine Zeit lang auf dem Dachboden Voodooexperimente gemacht hast, für die Du Federn und Dein eigenes Schamhaar verwendet hast. Ich glaube, meine geheime Superkraft ist ein erstaunlich großes Talent dazu, alles kaputtzumachen, indem ich aus Angst einfach so lange Nichts tue, bis sich die Dinge derart angesammelt haben, dass eine große Handlung hervorbricht, die nicht mehr länger innen bleiben kann und die alles ändert, was bis dahin durch das Verharren nicht schon geändert worden ist. Der hauptberufliche Drogenfahnder vom Zoll, der mich über eine Mitfahranzeige im Netz nach Hamburg mitnimmt, hat leere Bierkästen im Kofferraum und muss mindestens jede zweite Stunde anhalten, um eine Zigarette zu rauchen und er weiß um die Ironie, die darin liegt. Der Schnee ist inzwischen schon wieder weggeschmolzen, dieser viele Schnee und der Nebel, da drin herumzuwandern fühlte sich an, als wäre man auf einem fremden Planten unterwegs, der in einem drin ist. Irgendwann schenktest Du mir ein kleines Fläschchen, das mit Deinem Blut gefüllt war, als Glücksbringer. Merkt sie eigentlich nicht, wie sehr sie meine Gefühle verletzt oder ist es ihr nur egal? Es kann grundsätzlich nur diese beiden Möglichkeiten geben und jede davon ist schlimmer als die andere. Wie zerbrechlich die Welt konstruiert ist, merkt man immer dann, wenn man etwas für die Ewigkeit stabilisieren will. Ich lese wieder diesen alten Brief von Dir und er ergibt noch immer keinerlei Sinn.&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/15199786222</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/15199786222</guid><pubDate>Mon, 02 Jan 2012 22:01:00 +0100</pubDate></item><item><title>Neuling.</title><description>&lt;p&gt;In mir hat Etwas damit begonnen, zu sterben und wenn es niemand aufhält, dann wird es sehr bald für immer verschwunden sein. An manchen dieser letzten Tage wünschte ich mir nichts mehr als einen Ort oder einen Menschen, bei dem ich mir sicher sein kann, dass ich zu ihm gehöre, ein &amp;#8220;zu Hause&amp;#8221;, aber dieses zu Hause existiert jetzt nicht mehr. Ich empfinde nicht weniger als die vollständige Entwurzelung in meiner alten Heimat, habe den Bezug zu fast allen meiner alten Freunde verloren und verliere gleichzeitig, noch während ich diese Erkenntnis verarbeiten muss, alle vernünftigen Gründe dafür, wieder in meine neue Heimat zurückkehren zu wollen. Ich fühle mich gleichgültig und leidenschaftslos, der Transfer meines Körpers zurück in diese Stadt am anderen Ende der Landes, der für den morgigen Tag geplant ist, ist in meiner To Do-Liste mit dem Vermerk &amp;#8220;über meine eigene Leiche gehen&amp;#8221; eingetragen. Und ich bin mir sehr unsicher, ob der ganze Zustand ein großes Unglück oder das Gegenteil beschreibt. Ich bin mir sehr unsicher.&lt;/p&gt;</description><link>http://raventhird.tumblr.com/post/15139556128</link><guid>http://raventhird.tumblr.com/post/15139556128</guid><pubDate>Sun, 01 Jan 2012 21:45:00 +0100</pubDate></item></channel></rss>

